Zwölf
dynamische, einfache Bewegungen, sogenannte „Schüttelübungen", bilden die Basis
des Wai Tan Kung, einer Form des traditionellen chinesischen Gesundheitssystems
Qi Gong.
Die klaren
Bewegungsfolgen mobilisieren und verteilen die Lebensenergie Qi noch intensiver
im Körper als bisher bekannte Qi Gong Stile. Dieses
anregende Übungssystem stärkt den Fluss der Lebenskraft, zentriert und kann
gegen krankmachende Faktoren schützen.
Wai Tan Kung
kann man beschreiben mit Vitalisieren des Körpers durch „schütteln" der
Gliedmaßen und des Körpers. Dadurch werden Blockierungen in den sogenannten
Energieleitbahnen gelöst. Es legt großen Wert auf bewusstes muskuläres Anspannen und Entspannen.
Die Wai Tan
Kung Übungen sind Bewegungsübungen, die im Stehen ausgeführt werden. Einige der
Übungen eignen sich aber auch für die sitzende Position.
Aufgrund der
schüttelnden Bewegungen hat dieser Qi Gong Stil sehr starken Einfluss auf die
Beweglichkeit all unserer 360 gelenkigen Verbindungen im Körper.
Das
gegenläufige, gelenkige Schütteln „öffnet" die Gelenke und macht sie auf
vorsichtige Weise weich und locker.
Durch das
ständige Hin- und Herbewegen der Gelenke werden die Blutgefäße komprimiert und
gedehnt. Dies hat starke blutfördernde Wirkung (z.B. bei
Durchblutungsstörungen). Die Gefäße werden elastischer und weicher; die Saug-
und Pumpfunktion wird gefördert. Die Blutversorgung des Gewebes wird gefördert.
Sämtliche Stoffwechsel-Vorgänge werden angeregt.
Das mitlaufende Üben des Rezentrierens - zum eigenen Zentrum bringen - in die eigenen Stabilität führen, läd den Geist und das Herz (shen) zur Ruhe in Wachsamkeit ein.
Der Ursprung
des Wai Tan Kung findet sich in der Qing-Dynastie (1644 - 1911 n.Chr.).
Der
Begründer, Meister Chan Chih Tung hat die Wai Tan Kung Übungen als erster in
China 1976 veröffentlicht.
Der Qi Gong
Stil Wai Tan Kung ist vor allem verbreitet in Taiwan, Malaysia, Indonesien,
Singapur, Philipinen, Thailand und, durch asiatische Auswanderer, auch in
Amerika.
Qi Gong kann
mit „Arbeit am Qi" übersetzt werden. Der Begriff Qi stammt aus der
traditionellen chinesischen Medizin, die den Menschen als Energiekörper
betrachtet. In diesem Energiekörper fließen verschiedene Formen des Qi. Das Qi
zirkuliert in unterschiedlichen Leitbahnen (Meridianen) und bildet einen
energetischen Kreislauf im Innern des Menschen und an dessen Oberfläche. Qi
Gong verhilft dem Übenden, durch Ruhe, Entspannung und Konzentration den Geist
zu „sammeln", den Körper zu kräftigen und den Atem zu regulieren. So
werden die Kräfte des Menschen ausgeglichen und Spannungsungleichgewichte reguliert; "Nicht zu fest und nicht zu locker" (Stephen Gilligan). Qi Gong kann man als eine Art Lebenspflege bezeichnen - die zu jeder Lebenszeit begleitend hilfreich sein kann.
Qi Gong ist
im Wesentlichen eine Selbstheilungsmethode zur körperlichen und
geistigen Stabilität. Durch eine korrekte Körperhaltung und natürlichen Atmen
wird der Qi Gong Übende gegenüber Belastungssituationen im Leben stabiler.
Durchführung: als Einzeltherapie: Anamese und Übungen: Dauer 1 Stunde/ Honorar: 70 €